„Weh denen, die Böses gut und Gutes böse heißen …“ Psychoanalytische Überlegungen zur Entwicklung der Anfälligkeit für Verschwörungsnarrative und für „pervertiertes Containing“.

Abstract Am Beispiel des Verschwörungsnarrativs „The Big Lie“ untersuche ich die Wirkkraft und die Dynamik von Verschwörungserzählungen, die auf dem Nährboden regressiver Prozesse – mehr oder weniger bewusst, mehr oder weniger gezielt – Realitätsverzerrungen und Lügen als ein Mittel zur Agitation einsetzen. Anhand von aus sozialen Medien, klinischem Material, Interviews und Dokumentationen gewonnenen Daten über … Weiterlesen …

Die Aufgabe der Aufgabe. Zur Psychoanalyse der Resignation

Resignation scheint die stumme Antwort auf eine vermauerte Zukunft: sei es im Angesicht unlösbarer gesellschaftlicher Konflikte, sei es gegenüber der Unwiderruflichkeit von Verlusten, sei es in blockierten Entwicklungsprozessen in Therapien. Dabei ist Resignation gesellschaftlich nicht akzeptiert, verlangt nach Lösung und Überwindung, hüllt sich indes in viele Masken, manchmal auch in die des Aktivismus und forcierter … Weiterlesen …

Zur Ambiguität der Hoffnung in Zeiten der Krise. Eine psychoanalytische Betrachtung

Krise, Verzweiflung und die Hoffnung auf Veränderung sind auf vielfältige Weise miteinander verknüpft. Dabei thematisiert die Psychoanalyse die Hoffnung in ihrer ganzen Ambiguität, ausgehend von der illusionären Hoffnung, die die Wirklichkeit verleugnet, bis hin zur realistischen Hoffnung, die die Beschädigungen anerkennt und aus Wiedergutmachungsbestrebungen hervorgeht. Dazwischen gibt es verschiedene Formen von omnisizienter Verzweiflung und pervertierter … Weiterlesen …