„Rottet die Bestien aus!“ versus „Man müsste an so was wie Liebe glauben!“. Omnipotenz und toxische Polarisierung als individuelle und kollektive Abwehr des existentiellen Angewiesenseins des Menschen

In Joseph Conrads Erzählung „Herz der Finsternis“, die als Anklage gegen den Kolonialismus mit seiner mörderischen Ausbeutung, seinen rassifizierenden Hierarchien und seiner entmenschlichenden Darstellung der nichteuropäischen Völker  gelesen werden kann, fordert Kurtz, der extrem brutale Leiter einer Handelsstation am Oberlauf des Kongo, der den Eingeborenen enorme Mengen Elfenbein abpresst: „Rottet die Bestien aus!“ Spaltungen und … Weiterlesen …

Die Ränder sind das Zentrum

Psychoanalyse im Gesundheitswesen Erleiden – Verstehen – Mitgestalten Johanna Naumann, Beate Blank-Knaut, Gertrud Cormann-Bergau, Birgit Pechmann, Ingrid Stammnitz, Sigmund Mang, assoziiertes Mitglied: Alexander Frohn Um die Psychoanalyse bewahren und weitergeben zu können, müssen Psychoanalytiker:innen ihre Stimme im berufspolitischen Feld erheben. Wir laden alle – Mitglieder, Kandidat:innen, Gäste – herzlich ein, sich zu informieren, Erfahrungen auszutauschen … Weiterlesen …

Bemerkungen zu Fähigkeiten des Denkens – Folgerungen aus Ergebnissen einer ADHS-Studie (durchgeführt von A .Streeck-Fischer, IPU Berlin und C. Cropp Uni Kassel)

Kinder und Jugendliche mit ADHS weisen neben anderen Symptomen multiple Auffälligkeiten in ihren Kognitionen auf.  Basierend auf Untersuchungsergebnissen, die im Rahmen einer Therapiestudie zu ADHS bei Kindern und Jugendlichen mit komplexen Entwicklungsstörungen erhoben wurden, sollen Überlegungen zum fehlenden/ bzw. kollabierten psychischen Raum angestellt werden. Es wird vermutet, dass reifere Operationen im Denk- und Fühlraum bedrohlich … Weiterlesen …

Endergebnisse der DPG-Praxisstudie zur Wirksamkeit psychoanalytisch begründeter Psychotherapien.

Die DPG-Praxisstudie untersucht in Kooperation mit psychoanalytischen Institutsambulanzen die Wirksamkeit verschiedener psychoanalytisch begründeter Psychotherapien (analytische Psychotherapie und tiefenpsychologisch-fundierte Psychotherapie verschiedener Dauern und Settings) mit einem naturalistischen Studiendesign. Methode: Patient:innen wurden über die kooperierenden Ambulanzen und niedergelassene Therapeut:innen rekrutiert. Dabei wurden Patient:innen mit verschiedensten Störungsbildern und Komorbiditäten eingeschlossen. Die häufigsten Diagnosen waren affektive Störungen und Angststörungen. … Weiterlesen …

Hinter der Couch hervor?! – Von unserer psychoanalytischen Haltung in Zeiten der Klima-Krise.

In den nächsten Jahrzehnten wird es zahlreiche Veränderungen geben, die unser aller Leben extrem herausfordern werden. Die globale Klima-Krise stellt damit eine Bedrohung für den analytischen Raum dar. Angst und andere Gefühle in diesem Zusammenhang begründen sich nun auch im Realen, für Patient*innen wie für uns Behandelnde. Wie halten und verhalten wir uns in der … Weiterlesen …

Hoffen heißt, sich verzaubern lassen. Für ein psychoanalytisches Konzept von Hoffnung

In der Freudschen Psychoanalyse stand Hoffnung unter dem Verdacht der Illusion; erst in letzter Zeit wird ein psychoanalytisches Konzept von Hoffnung konsistenter diskutiert. Angesichts von Hoffnungslosigkeit stellt sich die Frage, was Hoffnung ermöglicht. Auf Klauber (1976), Loewald (1988) und Sell (2022) zurückgreifend verankere ich Hoffnung in der präobjektalen und präreflexiven Sphäre wechselseitiger Verzauberung, bei der … Weiterlesen …

Forum „Abschluss der Ausbildung – Wie weiter in der DPG?“

Wir möchten uns gemeinsam mit den jungen Kolleg:innen mit der Frage beschäftigen, welche Hemmnisse und Vorbehalte dem entgegenstehen, nach der Graduierung aktiv in der DPG mitzuwirken, z.B. als Dozent:in, Lehranalytiker:in und in den Gremien der Institute/der DPG. Wir wollen Möglichkeiten des Engagements auf verschiedenen Ebenen vorstellen und über Chancen, Entwicklungsmöglichkeiten und Probleme miteinander diskutieren. Auch … Weiterlesen …

Psychodynamische Psychotherapieprozessforschung: Standortbestimmung und Ausblick

In dem Vortrag wird der Forschungsstand zur quantitativen Prozess-Outcome-Forschung zu psychodynamischen Psychotherapien zusammengefasst und es werden aus aktuellen methodischen Entwicklungen Implikationen für zukünftige Forschung abgeleitet, die sowohl der state-of-the-art Methodik entspricht als auch mit psychodynamischen Annahmen zu therapeutischen Veränderungsprozessen in Einklang steht.

Zwischen Regression und Progression: Dialektik und Dynamik der Hoffnung in der Psychoanalyse

Im Titel der Jahrestagung ist die Hoffnung mit einem Fragezeichen versehen und durch einen Gedankenstrich von Angst, Regression und Desintegration abgetrennt. Ich werde herausarbeiten, dass Angst, Regression und Desintegration integral mit der Entstehung und Funktion von transformativer Hoffnung verbunden sind. Diese Hoffnung manifestiert sich in einer dialektischen Spannung, in der das Potenzial für Leid und … Weiterlesen …

AG Psychoanalyse in der Gesellschaft – Vorstellung des Arbeitskonzepts

In unseren bisherigen fünf Arbeitstagungen haben wir uns mit den Teilnehmer*innen unter verschiedenen Gesichtspunkten mit der Verknüpfung von Psychoanalyse und gesellschaftlichem Handeln beschäftigt. Die Wirkung archaischer und explosiver gesellschaftlicher Prozesse in unserem psychoanalytischen Arbeiten und die Herausforderungen für die Psychoanalyse wurden dabei herausgearbeitet. Als Psychoanalytiker*innen und als Bürger*innen haben alle Beteiligten (prototypisch) erlebt, wie sich … Weiterlesen …